Was ist "Salz"?
Der Begriff Salz
Umgangssprachlich wird der Begriff Salz mit "Kochsalz" (Tafel- oder Speisesalz) gleichgesetzt. Bei Kochsalz handelt es sich um die Verbindung Natriumchlorid (NaCl), auch Steinsalz genannt.
Fachsprachlich versteht man unter Salzen neben Steinsalz auch Kali- und andere Salze, deren bestandteile Kationen oder Anionen sind, die nicht Wasserstoffionen bzw. Hydroxylionen sind. Im Klartext heißt das, daß man unter Salz auch Glaubersalz verstehen kann. Glaubersalz ist nicht als Speisesalz brauchbar, es ist eher durch seine abführende Wirkung bekannt.
Eigenschaften
Natriumchlorid ist in Wasser sehr leicht löslich. In 100g Wasser lösen sich bei 0 °C 35,6 g, bei 20 °C 35,8 g und bei 100 °C 39,2 °C. Die gesättigte Lösung siedet bei 107,7 °C.
Kochsalz kristallisiert aus wässerigen Lösungen im allgemeinen in Form von farblosen Würfeln, die oft trepennförmig zu innen hohlen Pyramiden anwachsen. Kochsalz ist nicht hygroskopisch, das heißt man kann es an der Luft liegen lassen, ohne das es Klumpen bildet. Klumpenbildung kann aber von Beimengungen hervorgerufen werden. Die Reinheit, (also der Anteil an Natriumchlorid) ist also von wesentlicher Bedeutung für die Gebrauchsfähigkeit des Kochsalzes.
Natriumchlorid ist die in unserer Umgebung häufigste Natriumverbindung. Meerwasser enthält etwa 3% NaCl, und einige Binnenmeere (Mittelmeer, Rotes Meer) enthalten stellenweise erheblich höhrere Konzentrationen. Auch im Grundwasser (Quellen) ist Kochsalz in unterschiedlichen Konzentrationen vorhanden.
Vorkommen
Kochsalz hat sich vermischt mit Calcium- und Magnesiumsulfat und mit Kalium- und Magnesiumchlorid in verschiedenen geologischen Epochen aus eintrocknenden oder eingeschnürten Meeresteilen als Steinsalz abgelagert. Die Steinsalzlager sind meist von einer Schicht Abraumsalze (Kalisalze) bedeckt.
Die Steinsalzlager erreichen z.B. im Bereich Staßfurt stellenweise eine Mächtigkeit von 1000 Metern.
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