Familienforschung Greuel-Koch

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Reformation

Reformation

Die Reformation der Kirche wurde in der Grafschaft Schaumburg erst spät eingeführt. Die Verbindung der Grafen von Schaumburg mit der katholischen Kirche war eng. Zwi Erzbischöfe in Köln, drrei Bischöfe zu Hildesheim, fünf Bischöfe zu Minden, je einer zu Olmütz und zu Osnabrück waren aus dem Haus Schaumburg hervorgegangen.

Zu der Zeit, als die Reformation sich im Reich weiter ausbreitete, war Graf Adolf X. Domherr in Köln. Er ließ die Grafschaft durch eine Vormundschaftliche Regierung verwalten, bevor er sie 1544 seinem Bruder Otto IV. übertrug. Graf Adolf ging nach Köln zurück. 1547 wurde er dort Erzbischof.

Reformation, Befürworter und Gegner

In der Grafschaft Schaumburg gab es Bestrebungen, die Reformation einzuführen, es gab aber auch Gegner der Reformation. Vor allem die Köster wollten lieber alles beim Alten lassen.

Viele Einwohner der Grafschaft waren auch gegen Veränderungen.
Die Bildung war in allen Schichten nicht sehr hoch, es mangelte vor allem an Schulen. Allerdings wurde in einigen Häusern Luther Schriften gelesen.

Graf Otto und seine protestantische Gemahlin

Otto IV. wagte jedenfalls nicht, zu Lebzeiten seines Bruders, des Erzbischofs, die Reformation in der Grafschaft Schaumburg zu zulassen. Er entließ Johann Textor, der in der Kirche von Probsthagen die „falsche“ Lehre gepredigt hatte.
Otto IV. wollte nach dem Tode seiner ersten Frau, die protestantisch war, sich wieder verheiraten. Seine Wahl fiel auf Elisabeth Ursula von Braunschweig-Lüneburg.

Sie war eine Tochter Herzog Ernst, mit dem Beinamen „der Bekenner“. Den Beinamen führte er, nachdem er auf dem Reichstag in Augsburg das Glaubensbekenntnis der evangelischen Fürsten unterschrieben hatte. Otto IV. konnte die Hochzeit mit Elisabeth Ursula nur erreichen, indem er in den Ehevertag seiner Frau versprach, einen evangelischen Geistlichen für sie anzustellen. Sein Bruder, der Erzbischof, war in Köln inzwischen verstorben.

Reformation per Dekret

Durch Befehl des Grafen Otto IV wurde die Reformation am 5. Mai 1559 in der Grafschaft Schaumburg eingeführt. Was bedeutete das aber für die Bevölkerung?

Immer wieder wird als eine besondere Errungenschaft berichtet, dass die Menschen in den Kirchen Lieder in deutscher Sprache sangen. Die meisten Klöster wurden aufgelöst und teilweise in Stifte für adelige Damen umgewandelt. Kloster Möllenbeck blieb als evangelisches Kloster bestehen, hier hatte die Mönche schon sehr früh Sympathie für die neuen Lehren gezeigt. Jetzt wurde im Kloster eine Sprachenschule eingerichtet. Eine besondere Förderung der Schulen setzte ein.





Otto IV. allerdings schloss sich als Oberst den Spaniern im Kampf gegen die Niederlande an. Er hatte dazu ein Kavallerie-Regiment ausgerüstet, und dadurch die Schulden der Grafschaft vermehrt. Von seine Söhnen aus erste Ehe, die noch katholisch erzogen worden waren, wurden zwei Bischöfe in Minden.

(c) 2012 Günther Greuel Bad Kissingen