Familienforschung Greuel-Koch

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Das Ende der Grafschaft Schaumburg

Graf Ernst, Reichsfürst

Ausgerechnet in dieser Zeit fehlte es in der Grafschaft einer kräftigen Regierung. Die Regierungszeit von Graf Ernst war außerordentlich segensreich für die Grafschaft. Graf Ernst machte Bückeburg zu seiner Residenz. Viele repräsentative Bauten sind seiner Initiative zu verdanken, auch veranlasste er manche künstlerische Ausschmückung des Bückeburger Schlosses.

Graf Ernst kümmerte sich besonders um das Schulwesen im Lande und gründete die Universität Rinteln-Stadthagen. Er wurde vom Kaiser mit dem Titel Reichfürst ausgezeichnet. Doch Graf und Fürst Ernst starb 1622, also gleich zu Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Mit ihm starb die Hauptlinie der Grafen von Schaumburg aus.

Ende durch Gift

Die Grafschaft fiel an die Gemener Linie der Schaumburger, aber das war nur von kurzer Dauer. Graf Jobst Hermann, der auf den Fürsten Ernst folgte, war unverheiratet. Als er starb war sein Vetter, Otto V. noch nicht volljährig, und die Regierungsgeschäfte wurden zeitweise durch die Stände geführt.

1640 nahm Otto an einem Kriegsrat der evangelischen Seite in Hildesheim Teil, bei der den Teilnehmern wohl vergifteter Wein gereicht wurde. Jedenfalls starb Otto kurz nach der Rückkehr in Bückeburg. Damit war die Linie der Schaumburger in allen Linien im Mannesstamm ausgestorben. Das bedeutete auch das Ende der Grafschaft, denn nun wurde die Einlösung von Lehnsverpflichtungen gefordert.

(c) 2012 Günther Greuel Bad Kissingen